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TUM-Forscher finden Ursachen für wasserabweisende Eigenschaften von Biofilmen

17.05.2017

Ob Zahnbelag oder Schleim in Abflussrohren: Wie sich Bakterien mit Biofilmen vor Umwelteinflüssen schützen, beleuchtet Prof. Oliver Lieleg von der Fakultät für Maschinenwesen mit einem Forschungsteam in einer aktuellen Studie.


Wassertropfen auf einem Lotusblatt (Bild: C. Falcón Garcia / TUM)

Wenn sich Bakterien mit einer selbstproduzierten Schutzschicht umgeben, nutzen die Mikroorganismen aus der Pflanzenwelt bekannte Effekte. Nämlich das Verhalten der Blätter von Lotuspflanzen und Rosen, die auf unterschiedliche Weise wasserabweisende Strukturen haben. Dies hat Prof. Oliver Lieleg, Professor für Biomechanik an der Fakultät für Maschinenwesen, mit seiner Arbeitsgruppe „Biologische Hydrogele“ an der Munich School of BioEngineering herausgefunden.

Die Arbeitsgruppe untersucht die physikalischen Prinzipien, die bakterielle Biofilme so widerstandsfähig machen und hat in ihrer aktuellen Studie im Journal „NPJ Biofilms and Microbiomes“ die Oberfläche von Biofilmen vermessen.

Die Erkenntnisse sind auch deswegen interessant, weil diese Schutzmechanismen von Bakterien zum Beispiel an medizinischen Implantaten oder Schläuchen zum Problem werden können, da sie sich oft nur schwer mit Antibiotika und anderen Chemikalien bekämpfen lassen. Die Forscher schlagen nun vor, auch die wasserabweisenden Eigenschaften der Biofilme anzugreifen, um sie von Oberflächen wie Rohren, Kathetern oder infizierten Wunden zu entfernen.

Die Pressemeldung der TUM finden Sie hier:
www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/detail/article/33914

Professoren-Profil von Prof. Dr. Oliver Lieleg:
www.professoren.tum.de/lieleg-oliver

Arbeitsgruppe „Biologische Hydrogele“:
www.mw.tum.de/de/bme/startseite/

Studie im Journal „NPJ Biofilms and Microbiomes“:
www.nature.com/articles/s41522-017-0018-1