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Neuer aCar-Prototyp auf der IAA

15.09.2017

Ein Auto für Menschen in abgelegenen Regionen Afrikas: Mit den Erkenntnissen aus einem Praxistest in Ghana hat das Projekt "aCar mobility" einen neuen Prototypen des nachhaltig konstruierten Fahrzeugs entworfen. Auf der internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt hatte das neue aCar nun Premiere. Ein Auto für Menschen in abgelegenen Regionen Afrikas: Mit den Erkenntnissen aus einem Praxistest in Ghana hat das Projekt "aCar mobility" einen neuen Prototypen des nachhaltig konstruierten Fahrzeugs entworfen. Auf der internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt hatte das neue aCar nun Premiere.


Das aCar-Team auf der IAA (Bild: Andreas Heddergott / TUM)

Rendering des neuen Prototyps mit Medizin-Aufbau. (Bild: Lehrstuhl für Industrial Design)

Testfahrten mit dem ersten Prototyp des aCar in Ghana. (Bild: Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik / TUM)

Das aCar ist modular ausbaubar, es hat einen mit Solarenergie betriebenen Elektromotor, seine Produktion ist günstig und es kann sowohl im Personenverkehr als wie im Lastentransport eingesetzt werden. Die Idee dahinter ist ein Mobilitätskonzept für die ländliche Bevölkerung Afrikas, um ihr so einen besseren Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildungseinrichtungen und Wirtschaft zu ermöglichen.

Nach der Fertigstellung eines ersten Prototypen musste dieser nun nach Tests in Deutschland auch seine Tauglichkeit unter realistischen Bedingungen in Afrika beweisen. Im Juli 2017 erprobte das aCar-Team sein Fahrzeug in einer Region Ghanas, deren geographische Gegebenheiten repräsentativ für viele afrikanische Länder sind. Die Erkenntnisse dieses Tests flossen in den zweiten, technisch und konzeptionell optimierten Prototyp mit ein, der jetzt auf der IAA erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Dort stieß das aCar auf reges Interesse der Branchenbeobachter. In einem ausführlichen Bericht widmete sich zum Beispiel Spiegel Online dem nachhaltigen Fahrzeug und den Anforderungen, die in der Praxis dafür gelten. Denn bislang gebe es kein bezahlbares Auto für die afrikanische Landbevölkerung, das auch noch einfach in der Wartung sei, zitiert das Medium den Experten Andreas Radics vom Münchner Strategieberater Berylls. Der stellt dem aCar gute Noten aus: "Mit so einem Konzept könnten diese Anforderungen erstmals erfüllt werden", sagte er zu „Spiegel Online“.

Im 2013 gestarteten Projekt "aCar mobility" arbeiten außer dem Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik und dem Lehrstuhl für Umformtechnik und Gießereiwesen an der TUM auch die Lehrstühle Industrial Design sowie Strategie und Organisation mit Unternehmen und Partnern in Deutschland und Afrika zusammen. Das nachhaltige Fahrzeug wurde bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.

Die Pressemeldung der TUM finden Sie hier:
www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/detail/article/34154/ 

Bericht über das aCar bei "Spiegel Online":
www.spiegel.de/auto/aktuell/acar-elektro-pritschenwagen-fuer-afrika-a-1167151.html

Projekt aCar mobility:
www.acar.tum.de

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