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Ausstellungseröffnung 150 Jahre TUM Fakultät für Maschinenwesen

04.05.2018

"Es begann pragmatisch – und es blieb pragmatisch bis zum heutigen Tag", umriss Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang A. Herrmann, Präsident der Technischen Universität München, in seiner Eröffnungsrede die Entwicklungsgeschichte von 150 Jahre Fakultät Maschinenwesen der TUM. Der Anspruch der Fakultät sei dabei seit ihrer Gründung im Jahr 1868 immer der gewesen, unter den ersten zu sein. 150 Jahre Spitzenleistungen bei Forschung und deren Anwendbarkeit seien außergewöhnlich.


Eröffnungsveranstaltung im Hörsaal MW 0001 (Bild: Tobias Hase / TUM)

V.li.n.re.: Präsident Prof. Herrmann, CTO Dr. Rudigier, Dekan Prof. Dr. Adams (Bild: Tobias Hase / TUM)

Themeninsel Luft- und Raumfahrt mit dem unbemannten Flugzeug "Sagitta" im Vordergrund (Bild: Tobias Hase / TUM)

Im gut besuchten Hörsaal 1 wiesen Präsident Prof. Herrmann und Prof. Dr.-Ing. Nikolaus Adams, Dekan der Fakultät für Maschinenwesen, auf die impulsgebende Innovationskraft der Fakultät hin. Schon in der Gründungsidee der Mechanisch-Technischen Abteilung der Polytechnischen Schule München sei angelegt, dass die Fakultät den Nutzen von freier Forschung in Kombination mit technischen Lösungen und praktischer Umsetzbarkeit verbindet. Dies sei schon mit der Berufung von Carl von Linde auf den Lehrstuhl für Maschinenlehre, Johann Bauschinger auf den Lehrstuhl für Technische Mechanik und Graphische Statik, Heinrich Carl Adolph Ludewig auf den Lehrstuhl für Maschinenbau sowie Friedrich Klingenfeld auf den Lehrstuhl für Darstellende Geometrie mit auf den Weg gegeben worden. Beide betonten, dass in der heutigen Zeit auch die gesellschaftliche Verantwortung eine immer größere Rolle spiele. "Der Mensch als Individuum, der Technik generiert, gestaltet und benutzt", sei ein wichtiges Motiv (Prof. N. Adams). "Ohne Technik wird diese Gesellschaft keine Zukunft haben." (Prof. W. A. Herrmann).

Die Eröffnungsveranstaltung wurde ergänzt durch eine Videogrußbotschaft von Prof. Dr. Michael Süß, Präsident des Verwaltungsrats von Oerlikon, sowie dem Vortrag "Perspektiven der Additiven Fertigung" von Dr. Helmut Rudigier, CTO der OC Oerlikon.

Der anschließende informelle Rundgang durch die Ausstellung in der Magistrale war offen für alle Beteiligten und stieß auf reges Interesse. Auf neun Themeninseln wurden Forschungsfelder dargestellt. Vom Stirlingmotor bis zum Laufroboter Johnny, von der 2000kg Zerreißmaschine aus dem Jahr 1925 bis zur navigierten Chirurgie verknüpft die Ausstellung historische und aktuelle Forschungsleistungen der Fakultät für Maschinenwesen.

Die Ausstellung kann in der Magistrale der Fakultät bis 10. Juni 2018 besucht werden.