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Entwicklungsbedarf für den Wandel im Leichtbau: Neue FOREL-Studie veröffentlicht

29.05.2018

Mit der zweiten Studie zum Entwicklungsbedarf im Bereich des Leichtbaus und der Elektromobilität zeigen unter anderem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fakultät für Maschinenwesen im deutschlandweiten Kooperationsprojekt FOREL neue Wege zur Mobilität der Zukunft: Innovative Fertigungstechnologien von Morgen sind ein entscheidender Faktor für die Mobilität der Zukunft.


FOREL-Studie 2018 (Bild: iwb/TUM)

Welche Methoden fördern den Transfer innovativer Technologien in die Serienanwendung? (Bild: iwb/TUM)

Warum werden neue, innovative Technologien nicht industriell umgesetzt? (Bild: iwb/TUM)

Mit der Anfang 2018 veröffentlichten Studie "Ressourceneffizienter Leichtbau für die Mobilität: Wandel – Prognose – Transfer" des Forschungs- und Technologiezentrums für ressourceneffiziente Leichtbaustrukturen der Elektromobilität (FOREL) werden innovative Fertigungstechnologien für kommende Fahrzeugarchitekturen adressiert. Die Studie zeigt Defizite auf und leitet Handlungsbedarfe ab. Dieses Jahr ist die Studie, an der das Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaft der Technischen Universität München mitgearbeitet hat, mit ausführlichen Interviews mit Entscheidungsträgern aus der Automobil- und Zulieferindustrie sowie zugehörigen Dienstleistern ergänzt und bietet so wesentliche Hintergrundinformationen.

Funktionsintegrativer Leichtbau als Schlüsselrolle

Aufbauend auf den Ergebnissen der FOREL-Studie aus dem Jahr 2015 und den inzwischen zehn FOREL-Technologieprojekten wird in der aktuellen Studie ersichtlich, dass vor dem Hintergrund des Wettbewerbs zwischen konventionellen und neuen Antriebskonzepten, sich wandelnder Nutzungsprofile sowie neuer Bauweisen besonders der funktionsintegrative Systemleichtbau als Querschnittsdisziplin weiterhin eine Schlüsselrolle spielen wird. Ein deutlich zunehmender Entwicklungsdruck hinsichtlich der Umweltfreundlichkeit zukünftig erzeugter Fahrzeuge wird von den befragten Experten erwartet.

Nachhaltigkeit im Leichtbau ein großer Faktor

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Entscheidung für oder gegen einen Leichtbauwerkstoff in Zukunft verstärkt nach den Auswirkungen auf den Produktlebenszyklus richten wird. Jedoch zeichnet sich in der Studie ab, dass zum einen die Ökologie ein klarer Faktor zur Entscheidung ist, zum anderen aber auch Hemmnisse, wie der hohe notwendige personelle und finanzielle Aufwand, erkennbar sind.

Langfristige Entwicklung von Leichtbauanwendungen

Die FOREL-Studie 2018 gibt wichtige Impulse für die zukünftige Ausrichtung der Plattform FOREL und die anwendungsnahe Weiterentwicklung des Leichtbaus für die Mobilität von Morgen. Aus der Analyse der Umfrageergebnisse und der Experten-Interviews gehen komplexe Aufgabenstellungen hervor, die weit über die herkömmliche Technologieentwicklung hinausgehen. Neben der Initiierung weiterer Technologieprojekte unter dem Dach von FOREL dienen die in der FOREL-Studie 2018 formulierten Szenarien der Fortschreibung der Leichtbau-Roadmap der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE).

Die FOREL-Studie 2018 unter Leitung des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik der TU Dresden wirkten neben dem Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaft der TUM auch das Laboratorium für Werkstoff- und Fügetechnik der Universität Paderborn, das Institut für Aufbereitungsmaschinen der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und das Institut für Umformtechnik und Leichtbau der TU Dortmund mit.

Die FOREL-Studie ist online als Buch bestellbar oder kann als PDF-Datei heruntergeladen werden:
www.plattform-forel.de/studie

Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaft (iwb) an der Fakultät für Maschinenwesen:
www.iwb.mw.tum.de