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CoTeSys - Mit intelligenten Maschinen in die Zukunft

Intelligente Maschinen als autonome Werkbänke oder Service-Roboter sind der Forschungsgegenstand des Exzellenzclusters CoTeSys (Cognition for Technical Systems), der im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern gefördert wird. Bei CoTeSys geht es darum, Geräte zu entwickeln, die intelligent mit menschlichen Werkern zusammenarbeiten können, die flexibel auf Pannen reagieren und Ersatzlösungen suchen oder Menschen bei ihren alltäglichen Verrichtungen im Haushalt oder in der Pflege unterstützen. Durch ihre „kognitiven Fähigkeiten“, wie zum Beispiel Wahrnehmung, Überlegung, Lernen und Planen, werden technische Systeme zu Systemen, die über Wissen verfügen und lernen. Die Maschinen müssen ihr Umfeld wahrnehmen und flexibel reagieren.

Im Exzellenzcluster CoTeSys arbeiten unter Federführung der Technischen Universität München rund 100 Forscher der unterschiedlichsten Disziplinen aus drei Münchner Universitäten, einem Max-Planck-Institut und dem DLR-Zentrum für Luft- und Raumfahrt Oberpfaffenhofen zusammen – vom Hirnforscher bis zum Informatiker, vom Biophysiker bis zum Maschinenbauer – um sowohl grundlegende Fragen zu beantworten, als auch um die neuen Erkenntnisse in technische Szenarien umzusetzen.

Eines dieser Demonstrationsszenarien ist die sogenannte kognitive Fabrik, eine Pilotfabrik, die sich am Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) befindet. Das Ziel der kognitiven Fabrik ist, die Produktion am Fließband ähnlich flexibel und intelligent zu gestalten, wie in einer Manufaktur. Das geht nur mit Maschinen, die eigenständig erkennen was anliegt und sich bei Veränderungen von Bauteil zu Bauteil flexibel darauf einstellen. Der Mensch sagt ihnen nur noch, was zu tun ist – sie wissen dann ohne aufwändige Programmierung, wie sie es tun. In der Pilotfabrik von CoTeSys laufen bereits Testsysteme, die ihre Montageabläufe eigenständig umstellen. Ein Einsatz in der Industrie zielt vor allem darauf ab, den großen Programmier- und Schulungsaufwand, den Automaten heute bei kleinsten Änderungen in der Produktlinie erfordern, drastisch zu verringern.




Bilder: Jahir
Im Rahmen des CoTeSys-Projektes "Joint Action for Humans and Industrial Robots" (JAHIR) wird das Zusammenspiel zwischen Roboter und Menschen untersucht.



CoTeSys
Central Robotics Laboratory

Univ.-Prof. Dr.-Ing./Univ. Tokio Martin Buss
Koordinator

Technische Universität München
Barer Str. 21
D-80290 München

Tel: 089 289-25723
Fax: 089 289-25724
E-Mail: gst@cotesys.org