Forschungsschwerpunkt zur Additiven Fertigung

Die Handlungsagenda TUM.Additive bündelt in einem interdisziplinären Ansatz die Kompetenzen von über 30 Professuren in Forschung, Innovation und Lehre – unter Beteiligung zahlreicher Lehrstühle der Fakultät für Maschinenwesen.


Lichtbogen- und drahtbasierte additive Fertigung

Lichtbogen- und drahtbasierte additive Fertigung (Bild: iwb / TUM)

Mit der Additiven Fertigung lassen sich neue Produkte und Funktionalitäten erstellen, die auf die individuellen Bedürfnisse von Nutzern ausgerichtet sind. Um Schlüsseltechnologien der Zukunft maßgeblich zu fördern und die Wirtschaftlichkeit industrieller Produktionsprozesse disruptiv zu verbessern, soll die Handlungsagenda TUM.Additive die schon heute vorhandenen Fachkompetenzen interdisziplinär bündeln. Sie umfasst Forschung, Innovation und Lehre von über 30 Professuren, etwa im Bereich der Materialforschung und ihrer Anwendung in Bereichen wie Maschinenbau, Automobilindustrie oder Medizintechnik.

Die von der Fakultät für Maschinenwesen ausgehende Entwicklungsstrategie basiert auf dem Aufbau kooperativer Forschungsverbünde im Bereich der Grundlagenforschung, der Material- und Prozessforschung sowie der AM Anwendungen in Luft- und Raumfahrt, Energietechnik, Medizintechnik und Fahrzeugtechnik. Besonders zu erwähnen sind das TUM-Oerlikon AM Institut und internationale Forschungsinitiativen mit strategischen TUM Partnern, inbesondere dem Skolkovo Institute of Technology in Moskau und dem Technion in Haifa.

Ausgehend vom TUM-Oerlikon AM Institut gründet die TUM im Rahmen der TUM Agenda 2030 gemeinsam mit Oerlikon, Linde und General Electric, im Verbund mit weiteren Unternehmen und Organisationen, den „Bavarian Additive Manufacturing Cluster“. Dadurch sollen künftig am Campus neue additive Fertigungstechnologien erforscht und entwickelt werden. Die TUM leistet mit ihren Verbundpartnern somit einen wesentlichen Beitrag dazu, Bayern zu einer führenden Wirtschaftsregionen im Bereich der Additiven Fertigung zu entwickeln. Verstärkt wird die Handlungsagenda TUM.Additive darüber hinaus durch die Zusammenarbeit mit der Fraunhofer Additive Manufacturing Alliance durch das Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik sowie durch weitere nationale und internationale Kooperationen.

Durch ein innovatives Studien- und Fortbildungsangebot werden neue Generationen an Spezialisten für das Zukunftsfeld des Additive Manufacturing ausgebildet. Beispiele für die Qualität der Ausbildungsangebote an der der Fakultät für Maschinenwesen zeigen bereits jetzt erfolgreiche Unternehmensausgründungen und Kooperationen: Kumovis entwickelt 3D-Drucker für medizintechnische Anforderungen, Vectoflow fertigt individuell konzipierte Strömungssonden mithilfe von 3D-Druck. Das Unternehmen Voxeljet entwickelt industrielle Drucksysteme und war an einem Glockenguss-Projekt am Lehrstuhl für Umformtechnik und Gießereiwesen (UTG) beteiligt.

Die Pressemeldung der TUM finden Sie hier:
www.tum.de/nc/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35729

Stategiepapier "TUM.Additive" (PDF):
mediatum.ub.tum.de/doc/1521310/1521310.pdf

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