Lehre

Lehrveranstaltungen

Technische Mechanik I (MW1937)

Aufbauend auf Erfahrungstatsachen und einigen Definitionen werden die Grundlagen der Statik vermittelt. Sie ist die Lehre vom Gleichgewicht der Kräfte an ruhenden Körpern und gilt als wichtiges Grundlagengebiet, dessen Methoden und Ergebnisse auch für andere Teilgebiete der Mechanik von Bedeutung sind. Eine zentrale Rolle spielen dabei das Anfertigen von Freikörperbildern,
die Anwendung der Gleichgewichtsbedingungen auf ebene und räumliche statisch bestimmte Systeme sowie das Prinzip der virtuellen Arbeit. Mit Hilfe dieser Werkzeuge lassen sich statische Beanspruchung von Bauteilen und Lagerreaktionen ermitteln. [mehr erfahren]

Technische Mechanik III (MW1939)

Die Vorlesung beschäftigt sich mit der Kinematik und Kinetik von starren Körpern unter der Einwirkung von Kräften. Aufgabe der Kinematik ist es, Lage, Geschwindigkeit und Beschleunigung von
Systemen als Funktionen der Zeit zu beschreiben. Die Kinetik hingegen beschäftigt sich mit den Ursachen der Bewegung. Dabei wird der Zusammenhang zwischen Kräften und Bewegungen untersucht, der mit Hilfe der Newtonschen Grundgesetzes, des Impuls- und Drehimpulssatzes sowie des Arbeits- und Energiesatzes formuliert werden kann. Eine systematische Herleitung der Bewegungsgleichungen ermöglicht der Lagrange II-Formalismus. [mehr erfahren]

Technische Mechanik für Elektrotechnik (MW2286)

Die Mechanik als Teilgebiet der Physik ist eine grundlegende Disziplin in den Ingenieurwissenschaften. Sie beschäftigt sich mit der Beschreibung und Vorherbestimmung der Verformung und Bewegung von Körpern und mit den damit einhergehenden Kräften. Inhalt der Vorlesung ist in der Statik die Berechnung von ruhenden, ebenen Tragwerken und die Beschreibung von Starrkörperbewegungen in der Kinematik. Mit Impuls- und Drallsatz sowie weiterführenden Methoden ist die Dynamik starrer Körper und Mehrkörpersysteme wichtiger Bestandteil. Schließlich wird auch die Elastostatik in Form von einfachen, ebenen Problemen, z.B. dem Bernoulli-Biegebalken sowie die Elastodynamik zur Berechnung von Eigenfrequenzen einfacher ebener Systeme, behandelt.

Technische Dynamik (MW2098)

Ausgehend von Newtons Axiomen stellen die Energie- und Variations-Methoden der Analytischen Mechanik eine substantielle Weiterentwicklung dar. Heute finden sie sich, wenn auch scheinbar versteckt, in extrem erfolgreicher Test- und Simulationssoftware wieder (Experimentelle Modal Analyse, Mehrkörpersimulation, Finite Element Methode, …). Ziel der Vorlesung ist es, den Studenten die wichtigsten Grundlagen und „Denkwerkzeuge“ an die Hand zu geben um solche Methoden klassifizieren und beurteilen zu können. Es werden somit die besten Voraussetzungen für ein tieferes Studium einzelner Fachgebiete der Mechanik geschaffen. Ein ambitioniertes Ziel!


Ausgehend vom Prinzip der virtuellen Arbeit werden die Lagrange und Newton Euler Formalismen hergeleitet. Mit diesen Methoden werden (automatisiert) die Bewegungsgleichungen von komplexen mechanischen Systemen aufgestellt. Durch Linearisierung der oft hochgradig nicht-linearen Gleichungen, wird die Stabilitätsanalyse von Gleichgewichtslagen ermöglicht und die wichtigen Begriffe der Modalzerlegung und Modellreduktion werden eingeführt. Abschließend werden analytische Methoden vorgestellt um die differentiellen Bewegungsgleichungen von eindimensionalen Kontinua (Stäben und Balken) zu lösen. Die Approximationsmethoden nach Rayleigh-Ritz und die Finite Elemente Methode werden im Kontext des Prinzips der virtuellen Arbeit hergeleitet und deren Konvergenzverhalten anhand der analytischen Lösungen untersucht und beurteilt.

Dynamics of Mechanical Systems (MW1421)

In modern systems structural components move and vibrate in a complex environment where coupling with forces arising from, for instance, acoustics, electrostatics, thermal effects or magnetics play an important role. We will therefore, in this course, shortly explain the key basics of dynamics and build on this the influence of such multiphysical interaction on the dynamical behavior of mechanical system. Such topics are certainly of interest not only for students from mechanical engineering, but also for electrical or civil engineers for instance.

Roboterdynamik (MW0867)

In dieser Veranstaltung lernen Studierende die Kinematik steifer baumstrukturierter Roboter zu beschreiben und deren Dynamik zu modellieren. Aufbauend darauf werden grundlegende Verfahren zur Trajektorienplanung und Optimierung eingeführt. Abschließend werden typische Regelungskonzepte für unterschiedliche Aufgabenstellungen vorgestellt. Die theoretischen Grundlagen werden jeweils durch einfache Beispiele erläutert.

Angewandte Biorobotik (MW2388)

Diese Lehrveranstaltung vermittelt am Beispiel zweibeiniger Laufroboter den vollständigen bionischen Entwicklungsprozess von der biologischen Inspiration bis zur technischen Realisierung und vermittelt dabei Schlüsselkompetenzen in den Bereichen Gruppenarbeit, Literaturrecherche und Zitation, Präsentation, konstruktive Kritik und Dokumentation von Ideen und Ergebnissen.

Am Ende der Veranstaltungen sind die Studierenden in der Lage

  • die Konzepte zur Verwendung biologischer Erkenntnisse bei der Lösung technischer Aufgabenstellungen zu erklären und diese auf konkrete Problemstellungen anzuwenden.
  • die Rolle von Modellen im Wissenstransfer von der Biologie in die Robotik zu beschreiben und zur Problemlösung geeignete Modelle zu vergleichen, ihre Grenzen zu charakterisieren und sie zur Lösung von spezifischen Problemen anzuwenden.
  • Anwendungsbereiche sowie Vor-und Nachteile biologisch inspirierter Optimierungsverfahren zu unterscheiden, und sie zur Optimierung erarbeiteter Lösung anzuwenden.
  • das erworbene Wissen im praktischen Versuch anzuwenden, und einen Regler für einen Laufroboter zu entwerfen.

[mehr erfahren (in Englisch)]

Mehrkörpersimulation (MW0866)

Mehrkörpersysteme sind technische Systeme welche sich aus starren und/oder flexiblen Körpern zusammensetzen. Die Verbindungen zwischen den Körpern können über klassische Kraftgesetze oder kinematische Zwangsbedingungen modelliert werden. Heutzutage ist Software zur Simulation von Mehrkörpersystemen weit verbreitet und wird industriell in verschiedensten Bereichen eingesetzt, zum Beispiel in Luft- und Raumfahrt oder der Automobilindustrie. Die Vorlesung vermittelt die zugrunde liegende Theorie sowie numerische Algorithmen zur Simulation von Mehrkörpersystemen. 

Strukturdynamik (MW2391)

Der Inhalt des Moduls umfasst die allgemeine Beschreibung von Schwingungen in Strukturen, eine Übersicht von verschiedenen Analyseverfahren und eine detaillierte Erklärung von wichtigen numerischen Methoden, die nützlich sind, um echte Strukturen zu modellieren und simulieren. Besonderer Wert wird auf die Verbindung zwischen numerischen Methoden und Anwendung gelegt.

Inhalt:

  • Finite Elemente
  • Dämpfungsmodelle
  • Lineare Löser
  • Eigenwertproblemlöser
  • Modellreduktion
  • Sensitivitätsanalyse
  • Elastodynamik
  • Numerische Zeitintegration

 

Maschinendynamik (MW1920)

Praktische Anwendung des TM3-Wissens auf mechanische Effekte! Die Maschinendynamik wird nicht auf spezielle Maschinen oder Fahrzeuge fixiert, sondern konzentriert sich auf Schwingungsphänomene, Effekte, Modellbildung, physikalische Interpretation und konstruktive Maßnahmen. Grundkenntnisse zur Kinetik am gegebenen Berechnungsmodell mit wenigen Freiheitsgraden werden aus der Mechanikausbildung vorausgesetzt. Der Student lernt Minimalmodelle und DGLn für typische Phänomene der Maschinendynamik kennen. Praktische Beispiele, Übungsaufgaben und ein Mechanismenprüfstand illustrieren die Vorlesung.

Highlights:

  • Modellbildung und Mehrkörperkinetik 
  • Modaltheorie für Strukturen
  • Massenausgleich und Eigenbewegung
  • Schwingungsisolation 
  • Rotorsysteme
  • Tilger und Dämpfung
  • 130 Kurzfragen zur Prüfungsvorbereitung

Prüfung: Schriftlich 90 min

Experimentelle Schwingungsanalyse (MW1995)

Every moving machine causes vibrations that might be harmful to itself or its surrounding environment. In this lecture, we provide basic knowledge to experimentally analyze vibrating systems. While we are trying to convey the necessary basic theory, we also try to focus on the application of experimental techniques using practical examples.
The main topics of this lecture are:

  • Modelling of dynamic system in the time and frequency domain.
  • Digital Signal Processing.
  • Experimental Modal Analysis.

We also give two lab tours during the lecture, showing practical examples of test setups.

Praktikum: Schwingungsmesstechnik (MW0300)

Diese Modulveranstaltung ermöglicht die Anwendung von Methoden zur experimentellen Schwingungsanalyse. Das Ziel besteht darin, den Studierenden Werkzeuge zur Identifizierung und Unterscheidung typischer Schwingungsphänomene an realen Maschinen und Strukturen an die Hand zu geben. Das Praktikum umfasst folgende Versuche:

  • FFT: Analyse synthetischer Signale
  • DMS: Messung mit Dehnmessstreifen
  • Magnetlager: Dynamische Kenngrößen
  • Balken: Eigenfrequenzen und Schwingformen
  • Modalanalyse: Modalparameter eines Ständers

Praktikum: Mechanik - Schwingungen (MW0285)

In dieser Lehrveranstaltung sollen im Rahmen eines Praktikums die unterschiedlichen Entstehungsmechanismen mechanischer Schwingungen erarbeitet werden. Ziel dieses Praktikums ist es eine Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen. Das Praktikum umfasst folgende Versuche:

  • MTM: Massenträgheitsmomente durch Torsionspendel
  • Auswuchten: Starrer Rotor, Auswuchtmaschine
  • Rüttelpendel: Parametererregung, Stabilität
  • Balancierstab: Stehendes Pendels, Stabilisierung mit Regler
  • Reibpendel: Selbsterregung, Phasenkurve