Ergo-Jobrotation – Planungsmethodik für eine ergonomisch optimale Jobrotation in der Intralogistik

Ausgangssituation

Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems verursachen in Deutschland rund ein Viertel aller Arbeitsunfähigkeitstage (siehe Abbildung 1). Sie treten vor allem in den höheren Altersklassen auf. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist in den kommenden Jahren ein weiterer Anstieg der Erkrankungen zu erwarten.

Arbeitsunfähigkeit aufgrund von degenerativen Muskel-Skelett-Erkrankungen tritt bei physisch belastenden Berufen überdurchschnittlich häufig auf. Um eine Überbelastung und damit die Wahrscheinlichkeit einer Überbeanspruchung der Mitarbeiter zu vermeiden, sind Maßnahmen erforderlich, um die auf den Mitarbeiter wirkende Belastung zu senken.

Zielsetzung

Ziel des Forschungsprojekts Ergo-Jobrotation ist die Entwicklung einer Planungsmethodik zur Bestimmung der ergonomisch optimalen Zuordnung von Mitarbeitern zu Arbeitsplätzen in der Intralogistik, um einseitige Belastungen der Mitarbeiter zu vermeiden. Anforderungen an den Mitarbeitereinsatz sowie Arbeitsplatzanforderungen sollen bei der Zuordnung berücksichtigt werden.

Vorgehensweise

  • Identifikation typischer Arbeitsplätze in der Intralogistik
  • Auswahl Bewertungsverfahren für Belastung
  • Bewertung typischer Arbeitsplätze
  • Klassifikation der Arbeitsplatzanalysen
  • Entwicklung einer Planungsmethodik zur ergonomischen Jobrotation
  • Bestimmung der Eingaben und Ausgaben des Planungstools
  • Umsetzung der Planungsmethodik in ein rechnergestütztes Planungstool
  • Validierung der Planungsmethodik

Projektpartner

  • Adolf Würth GmbH & Co. KG, Künzelsau
  • F/L/S Fuzzy Logik Systeme GmbH, München
  • MAN Truck & Bus AG, München
  • Schenker Deutschland AG, Eching
  • trilogIQa, München
  • Volkswagen AG, Wolfsburg

Förderung

Das IGF-Vorhaben 18025 N der Forschungsvereinigung Bundesvereinigung Lo-gistik (BVL) e.V. wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesmi-nisterium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Ansprechpartner

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