Motivation

Die dynamische Simulation hat sich in der Automobilindustrie über den gesamten Produktentstehungsprozess von der Vorentwicklung bis zur Absicherung als Standardmethode etabliert. Mit Hilfe der Simulation können Experimente an realen Systemen durch Experimente an einem Modell ersetzt werden. Da ein Modell jedoch immer ein beschränktes Abbild der Wirklichkeit wiedergibt, bedürfen Ergebnisse aus Simulationsexperimenten grundsätzlich der Interpretation. Diese Interpretation umfasst unter anderem auch eine Einschätzung, ob die erhaltenen Ergebnisse und Aussagen auf das reale System übertragbar sind. Diese Aufgabe übernehmen hochqualifizierte und erfahrene Simulationsingenieure, die dafür über tiefgehendes Prozess- und Modellverständnis verfügen müssen. An Simulationsingenieure werden außerdem Anforderungen aus folgenden Quellen gestellt, die in diesem Projekt adressiert werden sollen: 

  • Modelltausch
  • Collaborative Engineering
  • Entwicklungsarbeiten in der frühen Phase
  • Absicherung von Funktionen und Komponenten
  • Zeit-/ Kostendruck

 Durchführung

Die Ergebnisse dieser Arbeit zur Absicherung von Simulationsergebnissen sollen dazu beitragen, die kognitiven Anforderungen an Simulationsingenieure zu reduzieren. Dies wird erreicht, indem das über Simulationsmodelle vorhandene Wissen direkt mit diesen Modellen verknüpft wird. Dadurch soll der Wissensaustausch in den Modelltausch integriert werden und nicht mehr unstrukturiert und von den Akteuren abhängig parallel dazu verlaufen. Mit diesem integrierten Modellwissen soll der Simulationsingenieur bei der Durchführung der Simulationsaufgabe und der Interpretation der erhaltenen Ergebnisse unterstützt werden.