Diversity-Ziele und Diversity-Bericht

Als größte und eine der bekanntesten Fakultäten der Technischen Universität München, will die Fakultät für Maschinenwesen dazu beitragen, dass die Technische Universität München die attraktivste Technische Universität für StudentInnen und WissenschaftlerInnen Deutschlands wird. 
Alle Menschen, die das fachliche Interesse und die Qualifikation hierfür mitbringen, egal welcher Herkunft, Lebensart oder Weltanschauung, sollen eine Willkommenskultur und reibungsfreie Einbindung erfahren.

Hierzu hat die Fakultät für Maschinenwesen Ende 2012 eine Diversity-Zielvereinbarung mit der Hochschulleitung abgeschlossen, die aus dem TUM Diversity Code of Conduct und dem TUM Diversity-Leitbild abgeleitet wurde. Die Zielvereinbarung geht aus dem 2011 beschlossenen Gleichstellungsplan hervor und erweitert diesen um weitere Diversitätsdimensionen.

Diese enthält acht Kernpunkte:

Es werden jährliche Berichte über den Stand und die Fortschritte in Bezug auf die Diversity-Zielvereinbarungen erstellt. Den aktuellen Bericht für das Jahr 2017 finden Sie hier.

An unserer Fakultät gilt die Grundsatzerklärung gegen Gewalt am Arbeitsplatz (2014) und damit Null Toleranz bei Gewalt.

1. Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Qualifikationsstufen

Frauen sind mit einem Anteil von 12% der Studierenden an der Fakultät stark unterrepräsentiert. Die Gründe hierfür sieht die Fakultät vor allem in dem Bild des Ingenieur-Berufes als „Männerberuf“ und dessen Rahmenbedingungen.

Auf das Potential junger Frauen, welche sich für Maschinenwesen interessieren und die notwendige fachliche Qualifikation hierfür besitzen, kann die Wirtschaft in Zeiten von Fachkräftemangel nicht verzichten. Daher sieht sich die Fakultät in der Verantwortung, diesen Frauen das Studium des Maschinenwesens ohne Benachteiligungen zu ermöglichen.

Kein Mensch, der an der Fakultät für Maschinenwesen studiert oder arbeitet, soll aufgrund des Geschlechts diskriminiert und dadurch schlechteren Bedingungen ausgesetzt sein. Strukturen an der Fakultät, die diskriminierend wirken, müssen als solche erkannt und dem entgegen gewirkt werden.

Strategie der Fakultät ist es weiterhin, die Frauen, welche sich für das Studium des Maschinenwesens interessieren, frühzeitig persönlich anzusprechen, zur Aufnahme des Studiums bei entsprechender Qualifikation zu ermuntern und im Studium gezielt zu unterstützen. Die Fakultät geht davon aus, dass eine Erhöhung des Anteils der Frauen im Studium auch zu einer Erhöhung des Anteils der Frauen bei den MitarbeiterInnen und ProfessorInnen führen wird.

Bereits seit 2002 wird in Berufungsverfahren verstärkt auf die Berufung von geeigneten Wissenschaftlerinnen geachtet. Obwohl Bewerbungen von Frauen immer noch die Ausnahme sind, gehören der Professorenschaft inzwischen drei (Extra)-Ordinaria an.

Die Fakultät für Maschienenwesen kooperiert bereits mit bestehenden Programmen zur Förderung von Frauen in Wissenschaftsberufen und schult die FakultätsmitarbeiterInnen entsprechend.

2. Förderung familienfreundlicher Studien- und Arbeitsbedingungen

Studierende und MitarbeiterInnen der Fakultät für Maschinenwesen, die Angehörige betreuen, erhalten bereits vielfältige Unterstützung bei der Vereinbarung von Familie und Studium/Beruf. Diese Unterstützung wird bedarfsgerecht weiterentwickelt und ausgebaut. Unter anderem sind für betreuende Fakultätsangehörige entsprechende Infrastrukturen weiterhin bereit zu stellen und zu erweitern. Zudem sollen Fakultätsveranstaltungen außerhalb der regulären Arbeitszeit vermieden werden bzw. wenn nicht vermeidbar, ein Angebot zur Kinderbetreuung gemacht werden.

Weiter soll die Vernetzung und gegenseitige Unterstützung von betreuenden Fakultätsangehörigen durch entsprechende Veranstaltungen gefördert werden.

3. Internationalität

Die Fakultät für Maschinenwesen kann, muss und will sich im internationalen Maßstab messen lassen. Im Bereich Maschinenwesen können die großen Forschungs- und Entwicklungsaufgaben nur in internationaler Kooperation bewältigt werden. Ziel der Fakultät ist daher weiterhin eine starke Internationalisierung der Studierendenschaft und des Mitarbeiterstabes. Hierzu bestehen bereits viele Kooperationen mit international renommierten Universitäten in aller Welt, die weiter gepflegt und ausgebaut werden.

Zur Gewinnung internationaler Studierender soll es eine direkte Ansprache auf der Webseite, sowie ein persönliches Informationsangebot geben. Der Informationsstand der Studierenden an der Fakultät bezüglich Möglichkeiten zu Auslandsaufenthalten soll evaluiert und gegebenenfalls verbessert werden. 
Internationale Projekte sollen gestärkt werden, z. B. durch den fakultätsinternen Strategiefond.

4. Behinderten-/Chronisch Erkrankten-Gerechtigkeit

Die Fakultät ist seit jeher bemüht, besonderen Anforderungen von Behinderten und chronisch Erkrankten gerecht zu werden. Die Einrichtungen der Fakultät sind daher soweit als möglich barrierefrei gestaltet und bestrebt, Fakultätsangehörige mit Behinderung und chronischer Erkrankung bedarfsgerecht zu unterstützen. Diese Unterstützung soll kontinuierlich weiterentwickelt und ausgebaut werden. Hierfür wird einE AnsprechpartnerIn benannt. Selbstverständlich sollen alle Maßnahmen mit bestehenden Einrichtungen koordiniert werden.

5. Alter und generationenübergreifendes Lernen

Kontakt zwischen AbsolventInnen und der Fakultät ist für beide Seiten eine Win-Win-Situation und soll entsprechend stark gefördert und verstetigt werden. AbsolventInnen bieten der Fakultät und damit ihren Studierenden Einblick in die aktuelle industrielle Praxis und die Fakultät den AbsolventInnen Einblick in den aktuellen Stand der Forschung. Letzteres soll auch bis zu Weiterbildungsangeboten gehen, welche es bereits an einigen Lehrstühlen gibt. Diese Angebote sollen zu Pilotprojekten umgesetzt und durch weitere Angebote ergänzt werden.

Hierbei sollen bestehende Netzwerke wie Alumi-Vereine einbezogen und ein wissenschaftliches Programm erarbeitet und in Form eines Tagesseminars umgesetzt werden.

6. Einbeziehung von sozial benachteiligten Menschen

Menschen jeder Herkunft sollen die Chance erhalten, bei entsprechender fachlicher Eignung ein Maschinenbaustudium zu absolvieren. Die Fakultät setzt sich zum Ziel, Barrieren für Menschen aus sozial schwächeren oder bildungsfernen Schichten abzubauen.

7. Weltanschauliche und religiöse Neutralität

Neutralität der Wissenschaft gilt insbesondere gegenüber Weltanschauung und Religionen. Dies soll insbesondere in Veröffentlichungen erkennbar sein und in einer Gleichbehandlung aller Fakultätsangehörigen, unabhängig von ihrer religiösen oder weltanschaulichen Einstellung.

8. Sexuelle Identität, Anti-Sexismus

Die Fakultät betrachtet die freie Wahl der sexuellen Identität als ein Persönlichkeitsrecht, welches weder durch Diskriminierung, noch durch Diffamierung, wie Zuschreibung von Stereotypen, verletzt werden darf.

Die Fakultät unterbindet jegliche Art von sexistischer, homophober oder andere Art von Diskriminierung oder Herabsetzung in ihrem Wirkungsbereich. Dies betrifft insbesondere Werbe-Aushänge, sowohl von TUM-internen als auch externen Stellen. Hier gab es im Berichtszeitraum eine Beschwerde mit Bezug zu einer Werbung einer externen Firma. Darauf wurde sofort mit einem geordneten Verfahren reagiert.  

An der Fakultät für Maschinenwesen müssen sämtliche Aushänge im Auftrag der Fakultät von der Fachschaft Maschinenbau genehmigt werden. Die entsprechenden MitarbeiterInnen der Fachschaft sind angewiesen, bedenkliches Material vor Auslage mit dem Gleichstellungsbüro zu besprechen.

Es wurde aber vom Diversity-Referat des AStA bestätigt, dass Beschwerden über offene Diskriminierung aufgrund sexueller Identität oder Geschlechts an der TUM, und auch an der Fakultät für Maschinenwesen, auch in diesem Jahr nicht bekannt wurden.

Die Fakultät geht davon aus, dass sowohl Männer als auch Frauen von Diskriminierung betroffen sein können. Diskriminierendes Verhalten wird grundsätzlich nicht geduldet.