Master Energie- und Prozesstechnik

Energie für das dritte Jahrtausend

Sie wollen die Energieversorgung der Zukunft mitgestalten und Strom oder Kraftstoffe aus Windenergie oder Algen produzieren? Sie möchten die gängigen Verfahren der Kraftwerks-, Chemie- oder öl- und gasverarbeitenden Industrie kennenlernen und bezüglich Energieverbrauch und CO2-Ausstoß optimieren? Sie haben eine Vorliebe für Thermodynamik? Dann ist der Studiengang Energie- und Prozesstechnik der Richtige für Sie!

Welche Fähigkeiten sollten Sie mitbringen?

Die formalen Voraussetzungen für eine Zulassung zu diesem Masterstudiengang sind

  • eine Masterzugangsberechtigung (siehe Dokumentenglossar der TUM),
  • Fachkenntnisse aus Grundlagengebieten des Maschinenbaus
    • Höhere Mathematik,
    • Technische Mechanik,
    • Maschinenelemente,
    • Werkstoffkunde,
    • Thermodynamik,
    • Fluidmechanik,
    • Wärmetransportphänomene,
  • deutsche Sprachkenntnisse.

Warum bei uns studieren?

Profitieren Sie mehrfach, erstens von der hochkarätigen Lehre und Forschung im Bereich Energie- und Prozesstechnik, zweitens von herausragenden interdisziplinären Angeboten an anderen Fakultäten der TUM und drittens von den Kooperationen der TUM und der Fakultät für Maschinenwesen mit Unternehmen, Industriepartnern und exzellenten Forschungsinstituten:

  • Der Masterstudiengang Energie- und Prozesstechnik der TUM bietet eine deutschlandweit einzigartige enge Verzahnung von energietechnischen und prozesstechnischen Inhalten. Diese Verzahnung ist aufgrund der Herausforderungen durch die Energie- und Rohstoffwende unabdingbar.
  • Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs Energie- und Prozesstechnik sind nicht nur Expertinnen und Experten in ihrem Fach, sondern haben im Studium auch ihr Bewusstsein für die gesellschaftliche Relevanz ihres Tuns geschärft.
  • Erleben Sie interdisziplinäre Forschung hautnah: Neben energie- und prozesstechnischen Professuren im Maschinenwesen forschen auch Professoren anderer TUM-Fakultäten (z. B. der Elektrotechnik und der Chemie) an diesem Zukunftsthema. Vielfach werden Forschungsprojekte in enger Kooperation mit der Industrie durchgeführt. Aktuelle Forschungsergebnisse sind selbstverständlicher Bestandteil der Lehre.
  • Packen Sie an und arbeiten Sie an Forschungsprojekten mit als wissenschaftliche Hilfskraft, im Rahmen der Forschungspraxis oder als Masterandin oder Masterand. Einzigartige Einsichten sind garantiert.
  • Unsere Ingenieurinnen und Ingenieure setzen in Forschung und Lehre national und international Maßstäbe. Das belegen zahlreiche Rankings.
  • In unserem modernen, lichtdurchfluteten Gebäude ist alles unter einem Dach: die meisten Hörsäle für die Lehre im Masterstudiengang, viele Professuren im Bereich Energie- und Prozesstechnik der Fakultät samt zugehörigen Werkstätten, Laboren und Technika, Beratungs- und Serviceeinrichtungen für Studierende wie die Studienberatung, die Fachschaft Maschinenbau, das Sprachenzentrum oder die Bibliothek. Nutzen Sie die kurzen Wege und treten Sie in Kontakt mit Lehrenden, Studierenden, Beraterinnen und Beratern! Wir unterstützen Sie gern!

Als Absolventin und Absolvent der Fakultät für Maschinenwesen eröffnen sich Ihnen ausgezeichnete Zukunftsperspektiven!

Aufbau und Inhalte des Masterstudiengangs

Aufbau des Studiums

Für den erfolgreichen Abschluss des Masterstudiengangs Energie- und Prozesstechnik benötigen Sie insgesamt 120 ECTS. Wie viele ECTS auf welchen Bereich entfallen, ist in der folgenden Abbildung dargestellt.

Ihre Mastermodule (i. d. R. Module mit jeweils mindestens 5 ECTS) wählen Sie aus vier studiengangspezifischen Säulen. Detaillierte Informationen dazu entnehmen Sie bitte der Fachprüfungs- und Studienordnung zu diesem Studiengang.

Studienplan

Die Regelstudienzeit des Masterstudiengangs Energie- und Prozesstechnik beträgt 4 Semester. Sie stellen Ihren individuellen Stundenplan aus dem Modulkatalog der im Studiengang wählbaren Lehrveranstaltungen zusammen.

In nachfolgender Abbildung finden Sie einen Vorschlag zur Aufteilung der einzelnen Module auf die vier Semester.

Inhalt

Die Modullisten finden Sie unter Dokumente zu Studiengängen. Der Studiengang umfasst Module zu

  • methodischen Grundlagen (z. B. Wärme- und Stoffübertragung, Verbrennung, Grundlagen der Mehrphasenströmung, Modellierung verfahrenstechnischer Prozesse, Reaktionsthermodynamische Grundlagen für Energiesysteme, Optimierung und Modellanalyse, Thermodynamik 2),
  • energietechnischen Systemen (z. B. Solarthermische Kraftwerke, Energetische Nutzung von Biomasse und Reststoffen mit Seminar, Prozesstechnik und Umweltschutz in modernen Kraftwerken, Strahlung und Strahlenschutz),
  • energietechnischen Maschinen und Komponenten (z. B. Turbomaschinen, Methoden der Motorapplikation, Thermische Kraftwerke, Grundlagen der Thermal-Hydraulik in Nuklearsystemen),
  • Verfahrenstechnik (z. B. Thermische Verfahrenstechnik 2, Chemische Reaktortechnik, Bioprozesse, Modellierung zellulärer Systeme).

Welche Fähigkeiten erwerben Sie?

Die Absolventinnen und Absolventen des anwendungs- und forschungsorientierten Masterstudiengangs Energie- und Prozesstechnik sind in der Lage, die ingenieurwissenschaftlichen Fachkompetenzen und Methoden aus den Bereichen konventionelle und regenerative Energietechnik, Motorentechnik, Turbomaschinen sowie Prozess- und Anlagentechnik, thermische Verfahrenstechnik, chemische Verfahrenstechnik und Bioverfahrenstechnik anzuwenden und komplexere Probleme zu analysieren.

  • Sie kennen die prozessspezifischen Randbedingungen, können daraus eigenständig energetische und prozesstechnische Anforderungen ableiten und so maßgebliche Entwicklungsziele erarbeiten.
  • Sie haben ein gesamtheitliches Systemverständnis erworben und können so die Auswirkungen von Parameter- und Prozessvariationen auf Gesamtprozesse analysieren und bewerten.
  • Sie verfügen über ein ausgeprägtes mathematisch-physikalisches Verständnis, das sie zudem qualifiziert, komplexe Systeme, Verfahren und Prozesse zu modellieren, deren Verhalten mit Hilfe von stationären und dynamischen Simulationen abzubilden und zu bewerten.
  • Sie sind in der Lage, verfahrenstechnische Prozesse, energietechnische Systeme sowie energietechnische Maschinen und Komponenten entsprechend der Ziele und Anforderungen sowie unter den gegebenen technischen, wirtschaftlichen, energetischen und ökologischen Randbedingungen zielgerichtet auszuwählen, auszulegen und zu dimensionieren.
  • Mit dem so erworbenen Wissensverständnis sind die Absolventinnen und Absolventen in der Lage anwendungsorientierte und wissenschaftliche Probleme der Energie- und Prozesstechnik zu lösen.

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen gleichermaßen über ein breites Wissen in den methodischen Grundlagen, wie z.B. Wärme- und Stoffübertragung, sowie über ein Wissen in Spezialbereichen wie etwa in den energietechnischen Systemen, den energietechnischen Maschinen und Komponenten, der chemischen Prozesstechnik oder der Bioverfahrenstechnik.

Wege ins Ausland während des Studiums

Auslandsaufenthalt

Sie wollen einen Teil Ihres Studiums im Ausland absolvieren? Dann bewerben Sie sich für einen Austauschplatz an einer der zahlreichen Partneruniversitäten der TUM, siehe Abbildung oben. Ins Ausland zum Praktikum? Auch hierfür gibt es an der TUM Unterstützungsangebote.

Bewerbung, Zulassung und Immatrikulation

Von der Bewerbung bis zum Studienstart

Bewerbung

  • Detaillierte Information zur Bewerbung und Immatrikulation
  •  Fakultätsspezifische Informationen:
    • Reichen Sie bitte außerdem das dem Hochschulabschluss zugrunde liegende Curriculum ein, aus dem die jeweiligen Modulinhalte und die vermittelten Kompetenzen hervorgehen (z. B. Modulhandbuch, Modulbeschreibungen).
    • Die Unterrichtssprache dieses Studienganges ist Deutsch. Internationale Bewerberinnen und Bewerber benötigen deshalb einen Nachweis deutscher Sprachkenntnisse.
    • Vor der Zulassung zum Studium durchlaufen alle Bewerberinnen und Bewerber das Eignungsverfahren an der Fakultät für Maschinenwesen.

Studienstart

Infos zum Studienstart finden Sie auf der Studienstartseite für Studierende.

Details zum Eignungsverfahren an der Fakultät für Maschinenwesen

Voraussetzung für eine Zulassung zum Studium ist ein erfolgreich durchlaufenes Eignungsverfahren auf Basis einer vollständigen Bewerbung. Alle Studieninteressierte, die im Zuge des Verfahrens ihre Eignung nachweisen, werden zum Studium zugelassen.

Details zum Verfahren entnehmen Sie bitte der Anlage 2 der FPSO.

In der ersten Stufe des Verfahrens wird eine Bewertung anhand

  • Ihres Motivationsschreibens (max. erreichbare Punktzahl 20),
  • der Durchschnittsnote relevanter Module zum Zeitpunkt der Bewerbung (max. erreichbare Punktzahl 20) und
  • Ihrer Fachkenntnisse (max. erreichbare Punktzahl 60)

durchgeführt. In der Abbildung unten sehen Sie das Verfahren in seinem zeitlichen Ablauf. Erreichen Sie 70 oder mehr Punkte, werden Sie direkt zugelassen. Erreichen Sie weniger als 50 Punkte, erhalten Sie eine Ablehnung. Haben Sie zwischen 50 und 69 Punkte erreicht, werden Sie zu einem schriftlichen Test eingeladen.

Erreichen Sie nach dem schriftlichen Test insgesamt 110 oder mehr Punkte, werden Sie zugelassen. Berücksichtigt werden neben den Punkten aus dem schriftlichen Test die Punkte zu Fachkenntnissen und Durchschnittsnote aus Stufe 1.

 

Weitere Hinweise zum Eignungsverfahren

 

Zeugnis über den qualifizierten Hochschulabschluss

Liegt Ihr Zeugnis zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht vor, können Sie sich nur bewerben, wenn mindestens 140 Credits bei einem sechssemestrigen, mindestens 170 Credits bei einem siebensemestrigen und mindestens 200 Credits bei einem achtsemestrigen Bachelorstudiengang (Regelstudienzeit) nachgewiesen worden sind.

Der Nachweis der erforderlichen Credits erfolgt über ein von Ihrem Studiensekretariat/Prüfungsamt bestätigtes Notentranskript (gestempelt und unterschrieben). Bitte legen Sie Ihr Bachelorzeugnis unverzüglich nach Erhalt, spätestens aber ein Jahr nach Aufnahme des Masterstudiums, dem Immatrikulationsamt vor.

 

Das Modulhandbuch

Oft stellen Hochschulen ein sogenanntes Modulhandbuch, in dem alle Module im Studiengang beschrieben sind, zur Verfügung. Auch die Bezeichnung „Curriculum“ ist hierfür gebräuchlich. Aus den einzelnen Beschreibungen müssen die jeweiligen Modulinhalte und die vermittelten Kompetenzen hervorgehen. Dies ist für die Durchführung der fachlichen Qualifikationsüberprüfung im Rahmen des Eignungsverfahrens von großer Bedeutung. Ein Studienplan allein genügt nicht! Sollte Ihre Hochschule kein Modulhandbuch zur Verfügung stellen, lassen Sie sich das bitte schriftlich bestätigen. In diesem Fall sind Sie gefordert: Tragen Sie bitte die Studieninhalte der relevanten Fächer zusammen.

 

Das Motivationsschreiben

Eine wesentliche Grundlage des Eignungsverfahrens ist – neben den Hochschul-Zeugnissen – Ihre schriftliche Begründung für die Wahl des Studiengangs und für die Wahl der Technischen Universität München als Hochschule. Zusammen mit ggfs. vorhandenen Zusatzqualifikationen (bitte Nachweise beilegen) findet dieser Teilbereich des Verfahrens mit maximal 20 Punkten in der ersten Stufe Berücksichtigung.

Das Motivationsschreiben (Umfang: maximal zwei Seiten) fertigen Sie bitte selbstständig und ohne fremde Hilfe an. Legen Sie darin bitte unter Bezugnahme auf Ihr bisheriges Studium dar, auf Grund welcher Fähigkeiten, spezifischen Begabungen, Interessen und Berufsvorstellungen Sie sich für den angestrebten Studiengang an der Technischen Universität München für besonders geeignet halten. Sollten Sie über zusätzliche Qualifikationen verfügen (z. B. Berufsausbildung), erwähnen Sie das bitte in Ihrem Schreiben und fügen evtl. entsprechende Unterlagen in einfacher Kopie bei.

 

Der schriftliche Test

Der Test

  • wird schriftlich abgehalten,
  • dauert 80 Minuten und findet im Gebäude der Fakultät für Maschinenwesen statt, Boltzmannstraße 15, 85748 Garching,
  • besteht aus 4 Aufgabenblöcken, die jeweils mit maximal 20 Punkten bewertet werden,
  • beinhaltet Aufgaben zu Höherer Mathematik, Technischer Mechanik, Maschinenelementen und Werkstoffkunde,
  • findet nur einmalig pro Bewerbungsphase für alle Masterstudiengänge im Maschinenwesen statt – Nachtermine sind nicht möglich,
  • könnte so aussehen:

 

Zulassung mit Auflagen

Wurde im Zuge des Eignungsverfahrens festgestellt, dass nur einzelne fachliche Voraussetzungen aus dem Erststudium nicht vorliegen, können Sie unter der Bedingung die Zulassung erhalten, dass Sie Grundlagenprüfungen aus unserem Bachelorstudiengang Maschinenwesen (= Auflagen) nachholen. Auflagen sind also schriftliche Prüfungen aus dem Grundlagenstudium des Bachelorstudiengangs Maschinenwesen, die im ersten Jahr des Masterstudiums bestanden werden müssen. Da die Unterrichtssprache im Bachelorstudiengang Maschinenwesen Deutsch ist, werden auch die Prüfungen nur in deutscher Sprache angeboten. Die Prüfungen dürfen jeweils nur zweimal geschrieben werden. Sind sie zum Ende des ersten Masterjahres nicht bestanden, gelten sie als endgültig nicht bestanden. Die Zulassung zu diesem Masterstudiengang wird dann entzogen und der/die betreffende Studierende exmatrikuliert.

 

Informationen für TUM Bachelor-Studierende der Fakultät Maschinenwesen

Informationen zum Übergang in das Masterstudium

Termine und Fristen

  • Das Bewerbungsportal wird jeweils spätestens einen Monat vor Bewerbungsschluss freigeschalten.
  • Bewerbungsschluss für Studienbeginn im Wintersemester: 31.05.
  • Bewerbungsschluss für Studienbeginn im Sommersemester: 31.12.
  • Termin für den schriftlichen Test:
    • Donnerstag, den 05. März 2020 (für Bewerbung zum Sommersemester 2020)
  • Studienbeginn und Vorlesungszeit

Kurz zusammengefasst: Die Fakten zum Studiengang

  • Studienbeginn im Sommer- und Wintersemester möglich
  • Abschluss: Master of Science (M.Sc.)
  • Unterrichtssprache: Deutsch
  • Hauptstudienort: Garching bei München
  • Regelstudienzeit: 4 Semester
  • Studienfinanzierung und Beiträge
  • Vollzeitstudium
  • Auslandsaufenthalt möglich

Flyer zum Studiengang herunterladen