Dok.Sem - Zwei Tage in Herrsching

in der wunderschönen Umgebung des Ammersees fand das diesjährige utg-Doktoranden Seminar statt. An zwei Tagen intensiver und kreativer Diskussion wurden viele neue Denkansätze und Ideen geboren.

Das utg Team auf einer Wiese im Hintergrund die Parabolantennen der Erdfunkstelle in Raisting

Besichtigung der Erdfunkstelle in Raisting

Die Erfahrung lehrt, dass sich kreative Ideen am besten in gemeinsamer, intensiver Diskussion mit entspannter Atmosphäre weg von den täglichen Anforderungen und Routinen entwickeln lassen.
Daher ist es lange Tradition, dass sich die utg-Familie einmal im Jahr für zwei Tage zu einem Workshop zurückzieht. So war die Freude groß, dass wir auch in diesem außergewöhnlichen Corona-Jahr nach Herrsching ins Haus der Bayerischen Landwirtschaft fahren konnten. Prof. Volk hatte neben den Doktoranden des Lehrstuhls auch seine promovierenden Gießer des Fraunhofer IGCV eingeladen.

Der erste Tag war Strategie und Forschungsthemen gewidmet. So konnten sich alle im Rahmen einer Poster Session ein Bild über die aktuellen Forschungsaktivitäten der Kolleginnen und Kollegen machen. Am Nachmittag ermöglichte uns Prof. Tim Lüth vom Lehrstuhl für Mikrotechnik und Medizingerätetechnik einen Blick über den Tellerrand. In einem ausgesprochen interessanten und kurzweiligen Vortrag gab er uns einen Einblick in das Feld der Medizintechnik und Robotik.

Aber wie organisiert man eine gesellige Abendveranstaltung unter den Vorgaben der Corona Prävention? Das Vorbereitungsteam hat sich viele Gedanken gemacht und sich letztendlich für die Besichtigung der Erdfunkstelle in Raisting entschieden. Bei strahlendem Sonnenschein gab uns Herr Herrmann Martin einen spannenden Einblick in die eindrucksvolle Geschichte der Erdfunkstelle. Sie spielte bereits zur Mondlandung 1969 eine Rolle, ebenso im Kalten Krieg und ist bei den heutigen weltumspannenden Satellitenverbindungen von Bedeutung.
Der Wettergott meinte es auch später gut mit uns, so konnten wir noch lange draußen auf der Terrasse zusammensitzen, natürlich mit dem gebotenen Abstand.

Am nächsten Tag diskutierten wir konzentriert über lehrstuhlinterne Themen zu Labor, Verwaltung und IT. Außerdem berichtete Prof. Volk von den aktuellen Entwicklungen innerhalb der Fakultät Maschinenwesen.
Nach den eher trockenen Themen am Vormittag, bot der Nachmittag der Kreativität nochmal richtig Raum. Ob über die Einsatzmöglichkeiten von KI, alternative Werkzeugkonzepte, neue Simulationsmethoden oder neue Gießverfahren, in den Workshops war viel Raum für spannende Diskussionen. Hier konnten wir einige vielversprechende Ideen generieren, die im Nachgang nun in neue Forschungsanträge einfließen werden. In der Zukunft wollen wir uns besonders den Herausforderungen und Möglichkeiten von KI und Digitalisierung widmen. Gerade in den Forschungsfeldern Umformtechnik und Gießereiwesen, die gerne auch als „old economy“ bezeichnet werden, liegt noch viel ungenutztes Zukunftspotential.