Geothermie-Allianz Bayern – Effiziente und flexible Kraftwerke

Motivation

Strom und Wärme aus Geothermie haben insbesondere im bayerischen Molassebecken großes Potential. Im Rahmen der vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst geförderten Geothermie-Allianz Bayern sollen daher in einem ganzheitlichen Ansatz Geothermiebetreiber, Industriepartner und Universitäten vernetzte und anwendungsorientierte Grundlagenforschung betreiben.

Durch das Teilprojekt „Effiziente Kraftwerke in der Geothermie“ sollen Optimierungspotentiale bezüglich Effizienz und Flexibilität der obertägigen Anlagen identifiziert werden und in einer Versuchsanlage umgesetzt werden.

Ziele

Im Fokus des Teilprojektes stehen wirkungsgradsteigernde Kreislaufschaltungen des Organic Rankine Cycle (ORC) Prozesses in Kombination mit geeigneten Arbeitsfluiden, sowie Möglichkeiten der flexiblen Wärmeauskopplung und der Bereitstellung von Regelleistung durch Geothermie-Heizkraftwerke.

In zukünftigen Strommarktszenarien können sich durch die Bereitstellung von Regelleistung neue Erlösquellen für Geothermieprojekte bieten. Daher sollen die Möglichkeiten und kraftwerksseitigen Anforderungen untersucht und erprobt werden.

Eine neueste Generation von Arbeitsfluiden, die Hydrofluoroolefine (HFO), hat auf Grund ihrer Umweltverträglichkeit (geringes GWP) großes Zukunftspotential und sollen daher in der Praxis näher erforscht werden.

Die in Betrieb befindlichen Geothermieanlagen weisen einen hohen elektrischen Eigenbedarf, u. a. durch die Kondensation des Arbeitsfluids, auf. Es sollen deshalb auch Optimierungspotentiale zur Eigenbedarfsreduktion identifiziert und erprobt werden.

Ansprechpartner: Fabian Dawo, Sebastian Eyerer, Christoph Wieland